Deutscher Gewerkschaftsbund

13.05.2015
8.Mai - Tag der Befreiung

Gedenken der DGB-Kreisverbände zum 8.Mai in Seelow

Gemeinsame Veranstaltung aller DGB-Kreis- und Stadtverbände in Ostbrandenburg

Zum Tag der Befeiung kamen auf Einladung aller DGB-Kreis- und Stadtverbände in Ostbrandenburg sowie des Kreisverbandes Märkisch-Oderland der Partei DIE LINKE in der Gedenkstätte Seelow etwa 200 Menschen zusammen, um den Opfern des 2.Weltkrieges und des deutschen Faschismus zu gedenken.
DORO ZINKE, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg, und PETRA PAU, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, hielten mahnende Gedenkreden.

Zu dieser gemeinsamen Gedenkveranstaltung kam es, nach dem im vergangenen Jahr die KollegInnen aller DGB-Kreis- und Stadtverbände in der Region Ostbrandneburg (Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderlend, Frankfurt (Oder) und Oder-Spree) den 8.Mai als 70.Jahrestag der Befreiung als wichtigen Tag in ihre Jahresplanungen aufnahmen und die Idee entstand, diesen Tag gemeinsam zu begehen.
Als im Rahmen der Vorbereitungen auch bekannt wurde, dass die Partei DIE LINKE im Landkreis Märkisch-Oderland ebenfalls an der Planung einer Gedenkveranstaltung in Seelow arbeite, wurde die Idee einer gemeinsamen Gedenkstunde beider Veranstaltungen umgesetzt.

Kranz aller DGB-Kreis- und Stadtverbände in Ostbrandneburg

Foto: DGB Ostbrandenburg

Die DGB-Kreis- und Stadtverbände in Ostbrandenburg verständigten sich darauf, einen gemeinsamen Kranz an der Gedenkmauer abzulegen.
An der Veranstaltung nahmen Vorsitzende und KollegInnen der Kreis- und Stadtverbände sowie des DGB-Bezirkes Berlin-Brandenburg teil.
Bürgermeister aus Seelow und Müncheberg waren ebenso vertreten wie der Bundestagsabgeordnete Thomas Nord (Die Linke) und viele EinwohnerInnen aus und um Seelow.

Die Gedenkstätte auf den "Seelower Höhen" wurde bereits 1945 angelegt und erinnert an die größte Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden.
Von hier aus startete die Rote Armee im April '45 die Offensive auf Berlin, die dann am 8.Mai zu der Kapitulation Hitler-Deutschlands führte.

Auch in anderen Teilen der Region gab es örtliche Gedenkveranstaltungen zum Tag der Befreiung, an denen VertreterInnen aus den DGB-Kreis- und Stadtverbänden teilnahmen (Schwedt/Oder, Eberswalde). Zeitgleich zu dem Gedenken in Seelow haben Mitglieder des Stadtverbandes Frankfurt (Oder) in der wenige Kilometer südlich gelegenen Oder-Stadt an der dortigen Gedenkveranstaltung teilgenommen. Neben vielen weiteren RednerInnen sprach auch der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Frank Hühner zu den TeilnehmerInnen am Sowjetischen Ehrenmal.

Begrüßung

Foto: DGB Ostbrandenburg

In Seelow begrüßten die Vorsitzende des Kreisverbandes Märkisch-Oderland der Partei DIE LINKE, Bettina Fortunato, und Frank Techen, Regionsgeschäftsführer der DGB-Region Ostbrandenburg, die Anwesenden.

Frank Techen dankte ausdrücklich den VertreterInnen aller Kreis- und Stadtverbände in seiner Region dafür, dass eine solche Veranstaltung möglich wurde. "Sie sei Ausdruck eines Bewußtseins bei den KollegInnen, dass die Geschichte uns Gewerkschaftern in Erinnerung und Mahnung sein muss. Wir Gewerkschaften brauchen Frieden, Freiheit und Demokratie!", sagte Techen in seiner Begrüßung.

Doro Zinke erinnerte in ihrer Rede an die unterschiedliche Sicht der Menschen in beiden deutschen Staaten im Umgang mit der Erinnerung und Bewertung.
War es zunächst die "Niederlage durch die Russen", gab es nach der historischen Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zum 40. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges ein Beginnen des Umdenkens. Dieser 8.Mai war und ist ein Tag der Befreiung!

Die Rede Richard von Weizsäckers war auch der "rote Faden", den die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, aufgriff und die somit deutlich machte, wie aktuell die Rede auch heute noch sei. In mehreren Passagen, aus denen sie zitierte, wurde für ein Leben miteinander statt gegeneinander geworben, unabhängig von Hautfarbe, Religion, Staatsangehörigkeit, sexueller Orientierung, politischer Meinung...

Am Rande der Veranstaltung gab es einen vom Leiter der Gedenkstätte Herrmann geführten Rundgang durch die Anlage mit umfassenden Informationen zum historischen Verlauf der Schlacht, aber auch der Geschichte der Gedenkstätte selbst.

 

 Frank Techen dankt allen DGB-Kreis- und Stadtverbänden für die gemeinsame Idee

Frank Techen bedankte sich den KollegInnen der Kreis- und Stadtverbände für ihr Engagement und das Umsetzen der Idee, diesen wichtigen Tag gemeinsam zu begehen. Foto: DGB Ostbrandenburg

Doro Zinke

Doro Zinke mahnte nicht zuletzt auch wegen des Überfalls einer DGB-Kundgebung durch Neonazis am 1.Mai in Weimar die Erinnerung an die deutsche Geschichte an. Foto: DGB Ostbrandenburg

Petra Pau in Seelow

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau (links), bezog sich auf die Rede des Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker: Der 8.Mai ist ein Tag der Befreiung! Foto: DGB-Ostbrandenburg

Kranz des DGB Berlin-Brandenburg

Der DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg und VertreterInnen des Bezirksvorstandes waren ebenfalls nach Seelow gekommen, um die Opfern der faschistischen Gewaltherrschaft sowie die gefallenen Befreiern zu ehren. Foto: DGB Ostbrandenburg

DGB-KV-Vertreter bei der Kranzniederlegung

Die Kollegen Ralf Kaiser (Vorsitzender) und Kay Manteufel vom DGB-Kreisverband Barnim mit dem Kranz aller Kreis- und Stadtverbände der Region Ostbrandenburg Foto: DGB Ostbrandenburg

DGB-VertrerInnen von der Gedenkmauer

Stilles Gedenken der GewerkschafterInnen (v.l.n.r.): Kay Manteufel (KV Barnim), Marianne Wendt (KV Uckermark), Frank Techen (Region Ostbrandenburg), Ralf Kaiser (KV Barnim) stellvertretend für alle DGB-Kreis- und Stadtverbände. Foto: DGB Ostbrandenburg

Camillo Menzel vom DGB-Kreisverband MOL legt Blumen ab

Camillo Menzel (links) vom DGB-Kreisverband Märkisch-Oderland legt Blumen ab. Stilles Gedenken des Bundestagsabgeordneten Thomas Nord (Die Linke) und der Vizepräsidentin des Deutzschen Bundestages, Petra Pau. Foto: DGB Ostbrandenburg

Rundgang durch Gedenkstätte

Der Leiter der Gedenkstätte "Seelower Höhen" Herrmann (2.v.l.) erläutert den Verlauf der Schlacht am Rande des Oderbruches auf dem Weg der Roten Armee nach Berlin. Foto: DGB Ostbrandenburg

Rundgang an den Gräbern

Auch die Geschichte der Gedenkstätte und der Erinnerungskultur war Teil der Ausführungen Herrmanns (Leiter der Gedenkstätte), die viele KollegInnen aufmerksam während des Rundganges verfolgten. Foto: DGB Ostbrandenburg

Frank Techen dankte allen KollegInnen der Kreis- und Stadtverbände sowie Bettina Fortunato von Die Linke und ihren Genossen für die sehr gute Zusammenarbeit und dem sehr guten Gelingen dieser wichtigen Veranstaltung - dem Tag der Befreiung!


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