Deutscher Gewerkschaftsbund

31.03.2012
Eberswalde / Frankfurt (Oder)

Tarifabschluss! Dank Warnstreiks - auch in Ostbrandenburg

Große Beteiligung der Beschäftigten

von F.Techen

Unter dem Motto "Wir sind es wert" verhandelte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die etwa 2 Millionen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bei den Kommunen und beim Bund einen neuen Tarifvertrag aus. 6,5 % mehr Gehalt und Lohn, mindestens 200,- Euro, Übernahme der Auszubildenden waren die Forderungen. An den Warnstreiks zu ihrer Durchsetzung haben sich bundesweit weit über 100.00 Beschäftigte in einer ersten Welle beteiligt, darunter viele Hundert auch in Ostbrandenburg. Die zweite Warnstreikwelle wurde von über 200.00 Beschäftigten getragen. Die ver.di-Bezirke Uckermark-Barnim und Frankfurt/Oder riefen ihre KollegInnen in Stadt- und Kreisverwaltungen sowie kommunalen Unternehmen ebenfalls zum Warnstreik, um den Druck für ihre Forderungen zu erhöhen.

Dieser Druck führte nun dazu, dass sich auch die Arbeitgeber endlich bewegten und nun eine Vereinbarung auf dem Tisch liegt: 6,3% mehr Lohn und Gehalt in zwei Jahren in drei Stufen. Die geforderte Mindestanhebung um 200 Euro konnte leider nicht durchgesetzt werden.

Der DGB in Ostbrandenburg unterstützte die KollegInnen in der Region, so in Prenzlau, Eberswalde und Frankfurt/Oder. 
"Dass die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst für ein höheres Einkommen streiten, ist nachvollziehbar - das Argument leerer Kassen der Arbeitgeber jedoch nicht" meinte Olaf Himmel, Regionsvorsitzender des DGB bei seinem Besuch der streikenden KollegInnen in Frankfurt/Oder. "Und schließlich haben nicht die KollegInnen, die einen guten Job machen, die Finanzprobleme verursacht, sondern die Zocker der Banken und die Steuerpolitik des Bundes. Das muss schnell korrigiert weden!"

In ganz Ostbrandenburg galt es, den Bürgerinnen und Bürgern diesen Zusammenhang zu erläutern und aufzuzeigen, wie wichtig eine gute Bezahlung der Angestellten im öffentlichen Dienst ist, um bürgernahe Dienstleistungen auch in der geforderten Qualität bereitstellen zu können.
"Es könne ja auch nicht sein", so der DGB-Sekretär Andreas Sult in seinem Bericht über die große Beteiligung ehrenamrtlicher DGB-Ortsverbandmitglieder in der Uckermark, die sich mit den Beschäftigten in Stadt und Kreis solidarisierten, "dass die Angestellten wegen finanzieller Probleme im öffentlichen Haushalt Einbußen hinnehmen müssten, aber nach ihrer Arbeit der Haushalt belastet wird, weil die KollegInnen ergänzende Sozialleistungen beantragen, da das Einkommen vorne und hinten nicht reicht". Besonders auch an diesem Punkt erfuhr ver.di für seine Forderung viel Solidarität!


Bilder aus Prenzlau
 


Bilder aus Frankfurt/Oder
 

 

Flugblatt von ver.di mit Forderungen

 

verdi Forderungen im Tarifstreit 2012

ver.di

„Dass Auszubildende nach bestandener Prüfung faktisch übernommen werden, ist ein wirklicher Erfolg für junge Leute und für den öffentlichen Dienst."

„Wir leisten die Vertragsunterschrift erst, wenn das Mitgliedervotum da ist, weil die Mitglieder entscheiden können müssen, was geschieht. Das ist Teil einer Gewerkschaft."

Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender

 

Mehr Informationen zum ausgehandelten Vertrag bei ver.di!


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