Deutscher Gewerkschaftsbund

28.05.2015
Hohe Ehrung für Kollegin in Ostbrandenburg

Ingrid Freninez erhielt Hans-Böckler-Medaille

 

Anlässlich des Festakts "25 Jahre DGB in Ostdeutschland" im historischen Kaisersaal in Erfurt wurde die Kollegin Ingrid FRENINEZ (NGG), Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes ODER-SPREE in der Region Ostbrandenburg, die Hans-Böckler-Medaille verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und seiner Mitgliedsgewerkschaften in Deutschland. Mit der Verleihung werden besondere Verdienste für ehrenamtliches gewerkschaftliches Engagement gewürdigt.

 

Ingrid Freninez ist eine seit vielen Jahren außergewöhnlich engagierte Frau: Bereits über 40 Jahre Mitglied bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dort seit 1992 im Vorstand der Region Berlin-Brandenburg aktiv, engagiert sie sich auch als Vorsitzende des DGB-Kreisverbands ihres Landkreises Oder-Spree.
Die gelernte Schlosserin und ausgebildete Dozentin für Arbeits- und Sozialrecht ist darüber hinaus von den Gewerkschaften benannte ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht und am Arbeitsgericht in Frankfurt (Oder) sowie am Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Vertreterin für die Arbeitnehmer im Beirat des Jobcenters Oder-Spree und Versichertenberaterin bei der Deutschen Rentenversicherung.
Auch in früheren Positionen setzte sich Ingrid Freninez im Betriebs- oder Personalrat für die Belange der Beschäftigten ein.
Kommunalpolitisch ist die Abgeordnete in der Stadtverordnetenversammlung von Eisenhüttenstadt auch als Kreisvorsitzende in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) der CDU engagiert.

 

Böckler-Medaille

Foto: DGB

Die 58-jährige zeigte sich über die Ehrung hoch erfreut. Ihre Lebensdevise sei immer gewesen: "Sei Sand im Getriebe der Gesellschaft und nicht Öl!".
Freninez ist es immer schon wichtig gewesen, den Finger auf die Wunden der Gesellschaft zu legen. Unter diesem Motto setzt sie sich auch nach wie vor über konfessionelle und parteipolitische Grenzen hinweg für soziale Gerechtigkeit und gewerkschaftliche Rechte ein.

Ein besonderes Anliegen sei ihr die Einhaltung des Mindestlohns, für dessen gesetzliche Einführung sie sich seit über 15 Jahren kontinuierlich eingesetzt hat und den sie auch in ihrem Heimatkreis Oder-Spree bei öffentlichen Veranstaltungen und in vielen Gremien als NGG-Kollegin, aber auch in ihrer Funktion als DGB-Vorsitzende in Oder-Spree laut forderte und dafür stritt – auch innerhalb ihrer Partei.

 

 

Ingrid Freninez (2.v.re.) bedankt sich bei ihrer Gewerkschaft NGG und dem DGB. Vorstandsmitglied Körzell (li.) und Vorsitzender Hoffmann (re.) Foto: DGB Ostbrandenburg

DGB-Vorsitzender Hoffmann (re.) bedankt sich bei Ingrid Freninez für ihr Engagement Foto: DGB Ostbrandenburg

Überreicht wurde die Hans-Böckler Medaille vom DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann. Ingrid Freninez bedankte sich besonders bei ihrer Gewerkschaft NGG und beim DGB, ohne die sie heute nicht diejenige wäre, die sie ist. 

Zu den ersten Gratulanten vor Ort gehörten Stephan Körzel vom Bundesvorstand, Doro Zinke, Vorsitzende des DGB Bezirks Berlin-Brandenburg, der Regionsgeschäftsführer Frank Techen sowie die sie begleitenden KollegInnen aus der DGB-Region Ostbrandenburg.

Nach Erfurt zum Festakt und zur Verleihung der Hans-Böckler-Medaille begleiteten Ingrid Freninez weitere Kollegen des DGB Ostbrandenburg, die sich in den vergangenen 25 Jahren ebenfalls in der Region gewerkschaftlich sehr engagierten.
Zur kleinen Delegation gehörte auch Dieter Boldt (IG Metall), der über viele Jahre als Betriebsrat und in der außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit der IG Metall sowie im DGB-Ortsverband Prenzlau/Templin und späteren DGB-Kreisverband Uckermark aktiv war und ist.
Olaf Himmel (IG Metall), ebenfalls in den 1990er Jahren als Betriebsratsmitglied und in der IG Metall engagiert, war fast 20 Jahre Vorsitzender des DGB - zunächst für die Kreise Uckermark und Barnim, später für die gesamte Region
Ostbrandenburg, die er gewerkschaftspolitisch maßgeblich prägte.

Der Regionsgeschäftsführer des DGB Ostbrandenburg, Frank Techen, würdigte die besonderen Verdienste seiner Kollegin mit den Worten: "Ihr gewerkschaftliches Engagement für gerechte Löhne, gute Arbeitsbedingungen und die Angleichung der Lebensverhältnisse, das sie immer mit dem Thema GUTE ARBEIT verbindet, ist besonders hervorzuheben und beispielgebend. Ingrid hat diese Auszeichnung mehr als verdient."

Zu einer gelungenen Überraschung kam es für Ingrid Freninez, als zwei Kolleginnen der NGG ihr im Auftrag und mit herzlichen Grüßen von Petra Schwalbe, Vorsitzende des NGG-Landesbezirkes Ost, Glückwünsche und ein Präsent überreichten.

Aus der "Schwesterregion" DGB Südbrandenburg-Lausitz reiste ebenfalls eine kleine Delegation mit der Regionsgeschäftsführerin Marion Scheier an. Unter ihnen ein seit vielen Jahren sehr engagierter Kollege der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), der ebenfalls mit der Hans-Böckler-Medaille ausgezeichnet wurde.

ALLEN KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !


Der Festakt

Am Festakt "25 Jahre DGB in Ostdeutschland" nahmen neben dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann, der die Hauptrede hielt, auch der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow mit einem persönlichen Grußwort teil. Umrahmt wurde die Veranstaltung mit Ansprachen der Vorsitzenden des DGB-Bezirkes Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing, und ihres Stellvertreters Sandro Witt. In einer Podiumsdiskussion kamen Kollegen zu Wort, die aus ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichteten, aber auch Wünsche, Hoffnungen und Ideen für die nächsten 25 Jahre äußerten.

Weitere Infos und Bilder auf der Homepage des DGB-Bundesvorstandes: HIER

Alle 10 Preisträger mit Urkunde

Alle zehn Kolleginenn und Kollegen, die für ihr Engagement die Böckler-Medaille verliehen bekamen, darunter Ingrid Freninez aus der DGB-Region Ostbrandenburg / KV Oder-Spree (3.v.l.) Foto: DGB Ostbrandenburg


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Ingrid Freninez

Ingrid Freninez

Foto: DGB Ostbrandenburg

Urkunde zur Böckler-Medaille für Ingrid Freninez

Foto: DGB Ostbrandenburg