Deutscher Gewerkschaftsbund

31.05.2016
Gesetzesentwurf zur Neuregelung verabschiedet

Durchbruch bei Leiharbeit und Werkverträgen

von Ingrid Freninez

Zeitarbeit fand über die Jahre nicht nur zur Abdeckung von Auftragsspitzen und zur Überbrückung kurzfristiger Personalengpässe statt, so wie es ursprünglich vorgesehen war, sondern etablierte sich zu einem festen Bestandteil der Personalplanung. Als Ergebnis führte diese Ausnutzung und Verschiebung der Zeitarbeit zur Verzerrung des Wettbewerbes unter den Firmen.

Unbegrenzte Zeitarbeit ist nicht mehr möglich, ist ein weiterer Schritt, um den Missbrauch von Zeitarbeit weiter einzudämmen. Mit der Möglichkeit, auf der Grundlage von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen begrenzt von der regelmäßigen Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten abzuweichen, erfolgt nunmehr die Stärkung der Sozialpartner (Tarifparteien).

Diese können gemeinsam am besten beurteilen, ob in der jeweiligen Branche besondere Erfordernisse vorliegen, die eine solche Abweichung im Interesse von Firmen und Leiharbeitnehmern gleichermaßen gerechtfertigt erscheinen lassen. Auch die Vereinbarung, dass Leiharbeitnehmer ab dem neunten Monat des Einsatzes in einer Firma den gleichen Lohn erhalten, schafft mehr Gerechtigkeit. In anderen europäischen Ländern, z. b. den Niederlanden, sind Leiharbeitnehmer Spitzenverdiener.

Mein Wunsch wäre, auch in Deutschland sollten Leiharbeiter nicht nur einen Mindestlohn verdienen, sondern die Flexibilität der Leiharbeit belohnt werden!

 

Ingrid Freninez, Kreisverbandsvorsitzende

(DGB-Kreisverband Landkreis Oder-Spree)


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