Deutscher Gewerkschaftsbund

15.09.2012
Fair Play für Gute Arbeit

Viele Ostbrandenburger KollegInnen auf Brandenburgkonferenz des DGB

DGB-Regionsvorsitzender Olaf Himmel rief zur Teilnahme auf

von Frank Techen

Die Forderungen des DGB und seiner Gewerkschaften anlässlich der letzten Landtagswahl waren deutlich:

  • »Brandenburg braucht einen bürgernahen hochwertigen öffentlichen Dienst.«
  • »Junge Menschen müssen in Brandenburg ihre Chance auf Bildung und Ausbildung bekommen – das dient der Fachkräftesicherung!«
  • »Bei öffentlichen Aufträgen muss deutlich gemacht werden, dass nur die Firmen einen Auftrag bekommen, die Tarife und andere soziale Standards einhalten.«

"Wir sind mitten in der zweiten Halbzeit der Legislaturperiode" so Doro Zinke, Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, "und wollen gemeinsam mit Euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, sowie mit Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren aus verschiedenen Organisationen und Gremien diskutieren, was aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gut gelaufen ist und wo weitere Perspektiven liegen".

Olaf Himmel, Vorsitzender der DGB-Region Ostbrandenburg, rief die Kolleginnen und Kollegen in der Uckermark, im Barnim, in Märkisch-Oderland, Frankfurt (Oder) und in Oder-Spree auf, sich an dieser Diskussion zu beteiligen und freut sich, dass viele Ostbrandenburger GewerkschafterInnen den Weg nach Schönefeld zur Brandenburgkonferenz 2012 antraten. Schließlich sei - um nur ein Thema zu nennen - die Frage der Fachkräftesicherung gerade auch in unserer Region, der immer noch viele junge Menschen den Rücken kehren, eine brennende.

Erfreulich war die große Teilnahme von Kolleginnen und Kollegen aus den Kreis- und Ortsverbänden unserer Region. Ihr Interesse galt vor allem den Themen, die in ihrern Ort besonders spürbar sind: Öffentlicher Dienst, Reform der Polizei, Arbeitsbedingungen vor Ort - und natürlich die Positionen bzw. Vorhaben der Landesregierung. Da verwunderte es nicht, dass die Arbeitsgruppen, in denen diese Themen diskutiert wurden, von den KollegInnen besonders hoch frequentiert wurden. Dass die Reformen, sprich Stellenabbau der Landesregierung im öffentlichen Dienst nicht auf Gegenliebe der Fachgewerkschaften stießen, machten diese in der Diskussion mit Vertretern des Finanzministeriums mehr als deutlich. Übereinstimmung gab es dagegen darin, dass junge Menschen gut ausgebildet werden und die Unternehmen dabei ihrer Verantwortung gerecht werden müssen. Hier gibt es - gemessen an der Zahl ausbildungsfähiger und tatsächlich ausbildender Betriebe - großen Nachholbedarf. Doch sind es nach der Ausbildung eben auch die Rahmenbedingungen für Fachkräfte, die über Verbleib oder Wegzug entscheiden. Der DGB fasste sie noch einmal mit der Vorstellung seines "Index Gute Arbeit" zusammen.

Für die derzeitige Landesregierung gibt es noch viele Stellschrauben, an denen zu drehen ist, will sie ihre selbst gesteckten Ziele erreichen. Dazu zählen neben den bereits genannten Themen u.a. auch der Bereich der Bildung. Doch auch Doro Zinke, Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, hat erfahrungsgemäß nicht unrecht, wenn sie nach den Ausführungen des Ministerpräsidenten Matthias Platzek sagt, dass es bei aller Kritik und offener Punkte gegenüber der Landesregierung ein Unterschied aus Arbeitnehmersicht ist, mit welcher Regierung man verhandelt, wieviel Rot oder Schwarz und Gelb in ihr stecken.

Die KollegInnen aus Ostbrandenburg fuhren mit gemischten Gefühlen am späten Nachmittag wieder nach Hause - aber auch mit den Eindrücken einer sehr guten Brandenburgkonferenz 2012.

Brandenburgkonferenz 2012

DGB Berlin-Brandenburg


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