Deutscher Gewerkschaftsbund

15.05.2015
8. Mai 2015 am Sowjetischen Ehrenmal in Frankfurt (Oder)

Auch in Frankfurt (Oder) gedenkt DGB der Befreier

DGB-Stadtverbandsvorsitzender Frank Hühner hielt Rede

 

Am 8. Mai 2015 jährte sich zum 70. mal der Tag der Befreiung vom Faschismus. An der Kundgebung am sowjetischen Ehrenmal in Frankfurt (Oder), zu der die Landesvereinigung Brandneburg des Bundes der Antifaschisten/Vereinigung für die Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) aufgerufen hatte, nahmen etwa 250 Menschen teil, darunter auch GewerkschafterInnen und Mitglieder des örtlichen DGB-Stadtverbandes.

Diese Gedenkveranstaltung war eine von vielen an diesem Tag in ganz Ostbrandenburg, die parallel zur gemeinsamen Veranstaltung aller DGB-Kreis- und Stadtverbände in der Gedenkstätte Seelower Höhen stattfand. 

 

 

DGB-SV-Vorsitzender Frank Hühner spricht zu Teilnehmern der Gdenkveranstaltung am 8.Mai in Frankfurt (Oder)

F.Hühner, DGB-Vorsitzender Foto: DGB Ostbrandenburg

Frank Hühner, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes in Frankfurt (Oder), betonte in seiner Rede: "Gerade in dieser Region waren es die Soldaten der Roten Armee, die unter großen Verlusten nach Berlin vorstießen und einen  unvergessenen Beitrag zur Befreiung Deutschlands, zur Befreiung Europas leisteten".

Die Deutschen haben sich am 8. Mai nicht selbst befreit, sondern "nur durch den massiven Einsatz und mit hohen Verlusten der alliierten Streitkräfte war es möglich, das unermessliche Leiden in Europa zu beenden".

Hühner mahnte auch, anlässlich dieses Gedenkens der vergangenen Ereignisse auch die Gegenwart in den Blick zu nehmen und aufmerksam zu verfolgen, "welche menschenverachtenden Ideologien sich erneut verbreiten... Die Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Weltanschauungen wie Neofaschismus und Rechtsextremismus muss tagtäglich geführt werden!".

 

TeilnehmerInnen an der Frankfurter Gedenkveranstaltung zum 8.Mai 2015

Viele FrankfurterInnen kamen zur Gedenkveranstaltung Foto: DGB Ostbrandenburg

Der Vorsitzende der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung Wolfgang Neumann gab bekannt, dass der 8. Mai auf Beschluss des Potsdamer Landtages zukünftig ein gesetzlicher Gedenktag in Brandenburg sein wird. Dies sei sicher ein wichtiger Schritt dahin, auch mit jüngeren Generationen über die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg ins Gespräch zu kommen und Aufmerksamkeit für Tendenzen im aktuellen Zeitgeschehen zu erzeugen.

Dass sich an der anschließenden "Demonstration zur Befreiung vom Nationalsozialismus" vom Sowjetischen Ehrenmal zum Karl-Marx-Denkmal eine ganze Menge vornehmlich junger Leute von drei Frankfurter Vereinen, die sich mit antifaschistischer und antirassistischer Jugend-, Bildungs- und Kulturarbeit beschäftigen (Utopia e.V., Libertäre Aktion, solid) beteiligten, ist genau in diesem Sinne.

 

DGB-Vorsitzender Frank Hühner legt Blumengebinde nieder

Für den DGB-Stadtverband legt der Vorsitzende F.Hühner ein Blumengebinde nieder Foto: DGB Ostbrandenburg

Vertreter von BdA und VVN erinnerten auf der Gedenkveranstaltung daran, dass der zweite Weltkrieg die schreckliche Bilanz von 60-65 Millionen Toten brachte, wovon ein Drittel - 21 Millionen - aus der Sowjetunion stammten und das Land damit, was die Verluste betrifft, wirklich die Hauptlast des Krieges trug und tragen muss. Krieg war, ist und bleibt ein Verbrechen und es gäbe keine guten Gründe für Krieg! Wir verdankten der Sowjetunion auch 70 Jahre Frieden durch ihren Sieg.

Oberbürgermeister Martin Wilke erwähnte in seiner Ansprache auch die wirtschaftlichen und architektonischen Einschnitte durch den zweiten Weltkrieg und deren sichtbare Auswirkungen auf die Stadt Frankfurt bis heute.

Wir Menschen im heutigen Europa verdanken den Siegern des 8. Mai die Grundlagen unseres Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind und bleiben auch unsere Befreier", so Wilke.


WEITERE BILDER

Blumengebinde des DGB-Stadtverbandes Frankfurt (Oder)

DGB Frankfurt (Oder): Blumengebinde Foto: DGB Ostbrandenburg

Sowjetisches Ehrenmal

Frankfurt (Oder): Sowjetisches Ehrenmal Foto: DGB Ostbrandenburg

TeilnehmerInnen der Gedenkveranstaltung währen der Rede des Bürgermeisters Wilke

TeilnehmerInnen während der Rede des Bürgermeisters M.Wilke Foto: DGB Ostbrandenburg

Gräber sowjetischer Soldaten am Mahnmal

Auf alle der 263 Gräber sowjetischer, zum Teil unbekannter Soldaten der Roten Armee wurden rote Nelke niedergelegt Foto: DGB Ostbrandenburg


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