Deutscher Gewerkschaftsbund

21.08.2015
Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree)

IG Metall: Mobbing gegen Betriebsrätin menschenverachtend

Breite Unterstützung für Kornelia Hillburger

 

Zu einem Pressegespräch lud am Freitag, 21.August 2015, die IG Metall Ostbrandenburg nach Eisenhüttenstadt ein.
Thema war der anhaltende Konflikt der Firma 'DSD Ferrostaal Maintenance' mit der ehrenamtlichen Betriebsratsvorsitzenden Kornelia Hillburger, der die Geschäftsführung vorwirft, zu viel Zeit für ihre Betriebsratsarbeit aufgewandt zu haben.

"Der gesamte Betriebsrat und die IG Metall sehen darin einen beispiellosen Angriff auf die Mitbestimmungsrechte und die verbriefte Demokratie im Betrieb" heißt es in der Pressemiteilung der IG Metall Ostbrandenburg.


Im Anschluß wurden an den Betriebsrat von Ferrostaal 2.400 Unterstützungsunterschriften für Kornelia Hillburger übergeben.
Die Klage gegen das Unternehmen wird am Mittwoch, 26. August, um 10 Uhr vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt (Oder) verhandelt.

 

Übergabe von Unterstützungsunterschriften

BR-Mitglied FSME, P.Ernsdorf

Peter Ernsdorf, 1.Bevollmächtigter der IG Metall Ostbrandenburg, übergab die Unterschriften. Sie zeugen von einer breiten Solidarität der Beschäftigten vor Ort, aber auch weit darüber hinaus.
Sowohl die Bezirkskonferenz der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen als auch der Bezirksvorstand des DGB Berlin-Brandenburg und die VertreterInnen aller Gewerkschaften in der DGB-Region Ostbrandenburg haben ihre Solidarität mit Kornelia Hillburger bekundet und verurteilen die Angriffe von Ferrostaal auf die Betriebsverfassungsrechte scharf.

 

 

Ernsdorf spricht zu den MitarbeiterInnen

P.Ernsdorf (2.v.li.), Beschäftigte

In einer Ansprache an die Beschäftigten von Ferrostaal und die sich mit ihnen solidarisierenden KollegInnen von ArcelorMittal betonte Ernsdorf, dass diese Angriffe auch weiter nicht hingenommen werden. Er dankte für die große Unterstützung, die die betroffene Kollegin an diesem Tag nicht direkt vor Ort erfahren kann, da sie einer extremen Belastung ausgesetzt und zur Zeit arbeitsunfähig geschrieben sei.
Er informierte die Anwesenden darüber, dass gerade am Vortag noch hunderte Unterschriften und ein Unterstützungsbetrag von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) dazu gekommen sei, die von den dortigen KollegInnen gesammelt wurden - so, wie bei den anderen DGB-Gewerkschaften auch. Über Facebook haben über 100.000 Menschen die Solidaritätskampagne geliked.

 

 

Olivier Höbel nahm ebenfalls teil

P.Ernsdorf, O.Höbel

Olivier Höbel (re.), Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, sprach von einem unmenschlichen Akt, der darauf abziele, die Kollegin Hillburger mit physischer, existenzgefährdender und psychischer Gewalt von ihrem verbrieften Recht auf Ausübung guter Betriebsratsarbeit abzubringen und den Betriebsrat mundtot zu machen. "Einer ehrenamtlichen Betriebsratsvorsitzenden zu viel Betriebsratsarbeit vorzuwerfen ist grotesk!"
Diesen ungeheuerlichen Angriff werden die KollegInnen nicht hinnehmen. Dies sei ein beispielloses, demokratiefeindliches Vorgehen der Geschäftsführung, die der Kollegin seit Januar das Gehalt kürzt und weitere Gehaltsrückzahlungen einfordert.

 

 

DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Techen mit IG Metallern

S.Wied (li.), F.Techen (re.), KollegInnen

Frank Techen, Regionsgeschäftsführer des DGB Ostbrandenburg (re.), brachte zum Pressegespräch und der Übergabe der Solidaritätsunterschriften auch die Vorsitzende des (geografisch zugehörigen) DGB-Kreisverbandes Oder-Spree, Ingrid Freninez, und die Teamleiterin des DGB-Rechtsschutzes, Andrea Teich, nach Eisenhüttenstadt mit. Die GewerkschafterInnen konnten in Gesprächen mit KollegInnen berichten, dass auf der Klausurtagung der DGB-Region im Juli mit allen Kreis- und Stadtverbandsvorsitzenden und GewerkschaftsvertreterInnen dieser Konflikt besprochen und die Unterstützung für die Kollegin, die seit fast 40 Jahren im Unternehmen beschäftigte ist, in alle Gewerkschafts- und DGB-Strukturen getragen wurde.

 

 

BR-Vorsitzende von ArcelorMittal Wachsmann

H.Wachsmann

Holger Wachsmann, langjähriger Betriebsratsvorsitzende bei ArcelorMittal (AMEH) in Eisenhüttenstadt, weiß, wie wichtig die Mitbestimmung ist. Ein großes Banner mit der Aufschrift "Gegen Betriebsrats-Mobbing bei FSME" an der Werksstraße kündet auch optisch täglich von der Unterstützung seiner KollegInnen für diejenigen aus dem für AMEH fungierenden Dienstleisters Ferrostaal Maintenance.

 

 

An dem Pressegespräch und der Übergabe der Solidaritätsunterschriften nahmen auch der Betriebsratsvorsitzende der Astronergy (ehem. Conergy), Harald Frick,
das Betriebsratsmitglied von ArcelorMittal, Dirk Vogeler sowie die beiden Gewerkschaftssekretäre der IG Metall Ostbrandenburg, Sigfried Wied und Nico Faupel teil.

Weitere Informationen, die Resolution
und Unterschriftenlisten: IG Metall Ostbrandenburg

 

 

Auf PK auch BR Harald Frick von Astronergy

H.Frick, O.Höbel

Bei PK auch Dirk Vogeler BR bei AMEH

P.Ernsdorf, D.Vogeler

Bei PK auch IGM-Sekretär Sigfried Wied

S.Wied

Dabei auch IGM-Sekretär Nico Faupel

N.Faupel

Viele KollegInnen bei der Unterschriftenübergabe

Beschäftigte: Betriebsräte schützen = Demokratie sichern

DIE SOLIDARITÄT MIT KORNELIA HILLBURGER GEHT WEITER!


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