Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 005-2015 - 17.07.2015
Eisenhüttenstadt / Landkreis Oder-Spree

Flüchtlinge: DGB-Kreisverband gegen Unterbringung in Zelten

 

„Sie sind doch nicht zum Zelten gekommen...“

...war die erste empörte Reaktion der Vorsitzenden des Kreisverbandes Oder-Spree vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Ingrid Freninez.

Wie in der Berichtserstattung zu verfolgen war, werden Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle
in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) nun auch in Zelten untergebracht.
Der DGB-Kreisvorstand lehnt dies ab und fordert die Verantwortlichen im Landkreis,
den Kommunen und das Land auf, diesen unhaltbaren Zustand gemeinsam und schnellstmöglich
zu verändern.

Noch vor einigen Monaten hatte der brandenburgische Ministerpräsident
eine Zeltstadt-Lösung wie in Bayern abgelehnt. Das sah und sieht der
DGB-Kreisverband genauso. Denn die vergangenen Wochen zeigten, dass die wechselnden
Wetterlagen und Temperaturen es nicht hergeben, in Zelten ohne Stromversorgung
eingewiesen zu werden.

Der wachsenden Zahl an Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten
müssen sich auch die Gemeinden stellen, z.B. durch Meldung weiterer
Unterbringungsmöglichkeiten. „Es muss eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge in
kürzester Zeit auf die Landkreise und Städte erfolgen. Ein ausgewogenes und gut
geplantes Quartiersmanagement ist hierfür eine Voraussetzung. Wir erwarten
auch, dass man den Eingliederungsprozess transparent und im Dialog mit den
Bürgern führt. Nur so kann eine Willkommenskultur entwickelt werden“ sagte
Ingrid Freninez. Sie erwarte „keine Sommerpause, sondern verstärkte und
intensive Erarbeitung von kuzrfristig umsetzbaren Konzepten zur Unterbringen
und Integration von Flüchtlingen.“


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