Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 001-2016 - 07.03.2016

Internationaler Frauentag in Ostbrandenburg

DGB-Kreisverbände in Ostbrandenburg ehren Gewerkschaftsfrauen zum Frauentag

Internationaler Frauentag 2016: DGB-Kreisverbände in Ostbrandenburg ehren Gewerkschaftsfrauen zum Frauentag
 

Pressemitteilung vom 07. März 2016

„In kaum einem anderen EU-Land ist die Arbeitszeit zwischen den Geschlechtern so ungleich verteilt wie in Deutschland. Jede zweite weibliche Beschäftigte arbeitet in einem Teilzeitjob - und das oft ihr gesamtes Leben lang. Und das ist mit handfesten Nachteilen beim Einkommen, bei der Karriere und der sozialen Absicherung verbunden“ – begründet Regionsgeschäftsführer Frank Techen vom DGB Ostbrandenburg die nach wie vor große Bedeutung des Internationalen. Die Durchsetzung der Chancengleichheit für beide Geschlechter, auch auf dem Arbeitsmarkt, ist eine zentrale Forderung des DGB, der beim diesjährigen Frauentag den Schwerpunkt auf die geschlechtergerechte Verteilung der Arbeitszeit gelegt hat.

„Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen müssen Einfluss nehmen können auf die Dauer, Lage und den Takt ihrer Arbeitszeiten. Ohne einen gesetzlichen Rahmen lässt sich das nicht verwirklichen“, erklären die DGB-Frauen  in ihrem Aufruf. Deshalb setzen die Gewerkschaften am Internationalen Frauentag ein Zeichen und fordern eine Ausweitung der Anwendung des Teilzeit- und Befristungsgesetzes auf alle Beschäftigten sowie ein Recht auf befristete Teilzeit in bestimmten Lebensphasen mit anschließendem Rückkehrrecht in Vollzeit.

Doch für eine geschlechtergerechte Verteilung von Erwerbsarbeit bedarf es noch mehr, denn viele Beschäftigte würden ebenso gerne ihr Arbeitsvolumen erhöhen: „Familiäre Verpflichtungen und unzureichende Betreuungsangebote für Kinder oder Pflegebedürftige sind häufig der Grund für einen Teilzeitjob; auch der Partnerschaftsstatus sowie die Aufteilung der Fürsorge- und Hausarbeit unter Frauen und Männern spielen eine Rolle“ – so die DGB-Frauen weiter. „Für eine partnerschaftliche Verteilung von Erwerbs-, Fürsorge und Hausarbeit müssen entsprechende Rahmenbedingungen her“.

Die Gewerkschaften fordern deshalb auch, dass die Betreuungsmöglichkeiten flächendeckend und bedarfsgerecht so ausgebaut werden, dass Beschäftigte mit Fürsorgeverantwortung ihre Arbeitszeit erhöhen können. Dabei darf es keine Abstriche bei der Qualität der Betreuungsangebote geben.

Rund um den 8. März finden viele Frauentags-Veranstaltungen mit Diskussionen, Berichten, Austausch zu frauenpolitischen Themen, aber auch Kultur und Bildung, statt. Auch in der DGB-Region Ostbrandenburg werden  in den Landkreisen Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und in der Uckermark aktive Gewerkschafterinnen der Mitgliedsgewerkschaften zu den Veranstaltungen der DGB-Kreisverbände, die von diesen organisiert und durchgeführt werden, eingeladen. Zu den Gästen zählen auch geflüchtete Frauen und ihre Angehörige. Im Einzelnen finden Veranstaltungen am 8. März in Schwedt/Oder, Strausberg und Hoppegarten, am Sonntag, 13. März in Eberwalde und am 29. März in Prenzlau statt. Die erste Frauentagsveranstaltung in der DGB-Region Ostbrandenburg fand bereits am vergangenen Samstag in Beeskow statt.

Im Einzelnen finden Sie alle Termine und Infos zu DGB-Frauentags-Veranstaltungen in Ostbrandenburg auf unserer Homepage: http://ostbrandenburg.dgb.de.


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