Deutscher Gewerkschaftsbund

16.08.2017

Bündnis verhindert Aufmarsch der "Alternative für Deutschland" in Eberswalde

Solidarität ist unsere Alternative!
Erfolgreicher Protest gegen Kundgebung der AfD in Eberswalde

Am 15. August versuchte die sogenannte „Alternative“ eine Kundgebung und Demonstration in Eberswalde durchzuführen. Ein breites Bündnis aus Parteien, Vereinen und des DGB rief zum bunten und friedlichen, aber kraftvollen Protest auf. Dem Aufruf folgten knapp 400 Menschen und machten deutlich, dass sie den Rassismus, die Ausgrenzung und den Antisemitismus nicht unwidersprochen lassen werden. Und das mit Erfolg! Die geplante Demonstration der AfD musste vom Veranstalter auf Grund des starken Protests abgesagt werden.

 

Vor den anstehenden Wahlen versucht die AfD auf Bundesebene, sich einen gemäßigten Anstrich zu verpassen. Im Barnim läuft das offensichtlich anders: Die angekündigten Redner sind klar im äußeren rechten Flügel der Partei positioniert und stehen für eine völkisch-nationalistische Politik. Der Schulterschluss mit dem Pegida-Gründer Siegfried Däberitz aus Dresden zeigt, dass die sogenannte Alternative nicht einmal den Versuch unternimmt, sich vom gewaltbereiten rechten Potential abzugrenzen. Auch die anderen Redner sind als Rechtsaußen-Politiker bekannt und haben keine Berührungsängste mit der NPD, wie zum Beispiel der Bürgermeisterkandidat aus Bad Freienwalde Lars Günther mit einer gemeinsamen Demo „gegen Überfremdung“  vor einigen Jahren mit der NPD und anderen bewiesen hat.

Die Möchtegern-"Alternative“ ist nicht nur wegen ihres offenen Rassismus eine ernsthafte Gefahr für die Gesellschaft. Das Parteiprogramm ist in vielerlei Hinsicht reaktionär. Unter anderem wird ein traditionelles Familienbild propagiert, welches in letzter Konsequenz die Frauen zurück an den Herd drängt. Auch sollen beispielsweise soziale Sicherungssysteme zurückgefahren und Steuern für die Reichen gesenkt werden. Offensichtlich ist das alles nicht im Sinne der gesellschaftlich Benachteiligten, die diese Partei wählen sollen.

Hass, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind für uns keine Alternative – wer die Schwachen gegen noch Schwächere ausspielt, der will keine gerechtere Gesellschaft. Unser Alternative heißt Solidarität!

 


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Veranstaltungen zum 78. Jahrestag der Pogromnacht in Schwedt
Einen Schweigemarsch mit abschließenden gedenkenden Worten und Musikbeiträgen sowie eine Theateraufführung gab es am 9. November in der Stadt Schwedt, DGB-Region Ostbrandenburg. Anlass war der 78. Jahrestag der sogenannten Reichspogromnacht, die den Auftakt für deutschlandweite Diffamierungen, Verfolgungen und am Ende Ermordungen jüdischer Bürgerinnen in ganz Deutschland darstellt. weiterlesen …
Bildergalerie
Protest gegen AfD-Kundgebung Eberswalde 15-08-2017
zur Fotostrecke …
Pressemeldung
Populismus, Nationalismus, Rechtsextremismus? Die `Alternative für Deutschland` (AfD) in Brandenburg
Der DGB-Stadtverband Frankfurt (Oder) lädt alle Interessierten am 6. September, 18.00 Uhr in die Volkshochschule Frankfurt (Oder) zu einem Vortrag mit dem Thema „Populismus, Nationalismus, Rechtsextremismus? Die `Alternative für Deutschland` (AfD) in Brandenburg“ ein. Referent ist der Historiker Alexander Lorenz von der Universität Potsdam. Zur Pressemeldung

Zuletzt besuchte Seiten