Deutscher Gewerkschaftsbund

19.04.2016

Ver.di-Warnstreik in Prenzlau und Frankfurt (Oder)

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Mehr Anerkennung durch bessere Bezahlung!

Am Dienstag, 19. April 2016, hatte der ver.di-Bezirk Uckermark-Barnim seine gewerkschaftlichen Mitglieder sowie die Beschäftigten der Stadt- und Kreisverwaltung in Prenzlau zu einer gemeinsamen Warnstreikaktion aufgerufen, nachdem es zuvor schon Warnstreikkundgebungen in Frankfurt (Oder) und Neuruppin gegeben hatte (weitere wie z.B. in Cottbus, in Planung).

Verdis Hauptforderungen lauten:

- eine deutliche Lohnerhöhung von sechs Prozent statt des angebotenen einen Prozents und damit keine Reallohn-Kürzungen für die betroffenen Beschäftigten

- mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikantinnen

- unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung
 
Neben der Forderung nach Entgelterhöhung erwartet verdi auch, dass die Attraktivität eines Arbeitsplatzes im öffentlichen Dienst von Arbeitgeberseite erhöht wird, dass es wesentlich mehr Entfristungen gibt als momentan und dass der Beitrag der Beschäftigten für ihre Zusatzrente (VBL)  nicht angehoben wird wie geplant.
 

Bildergalerie von der Streikaktion am 19. April durch Prenzlau


Roland Tremper, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Berlin-Brandenburg und Petra Honig, Gewerkschaftssekretärin beim Verdi-Bezirk Uckermark-Barnim führten die Kundgebung an. Nach der zentralen Kundgebung im Hof der Kreisverwaltung Uckermark richteten sie sich auch während des gemeinsamen Streikspaziergangs durch die Innenstadt mit Zwischenstopps vor dem Rathaus Prenzlau und der Kreissparkasse an die jeweiligen Beschäftigten, klärten sie über den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen auf und ermunterten sie, sich dem Warnstreik anzuschließen. Mitmachen wollte so spontan jedoch keiner.
 
Auf der Abschlusskundgebung bei der Kreisverwaltung der Uckermark zeigten sich einige enttäuscht davon, dass sich niemand noch kurzfristig dem Streik angeschlossen hatte, um für auch seine persönlichen Belange zu kämpfen - so auch DGB-Kreisverbandsvorsitzende in der Uckermark, Marianne Wendt, die die Schlussrede hielt. Direkt an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dieser Verwaltung gerichtet sagte sie, es sei sehr bequem aber nicht in Ordnung, andere kämpfen zu lassen, dann aber von den Ergebnissen genauso wie die jetzt Streikenden zu profitieren. Sie forderte hier zukünftig mehr Einsatz der Betroffenen.
 
Nicht ausgeschlossen sind weitere Warnstreiks- und Kundgebungen in der Region beziehungsweise ganz Brandenburg.
Worum es in der Tarifrunde 2016 geht und aktuelle Entwicklungen der Tarifverhandlungen finden Sie auch hier (ver.di-Internetseite).

 


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