Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004-2017 - 07.03.2017

DGB Ostbrandenburg zum Internationalen Frauentag

Die gesetzliche Rente ist gerade für Frauen die wichtigste Säule der Alterssicherung, da oft Möglichkeiten fehlen, sich zusätzlich abzusichern. Hinzu kommt die immer noch ungenügende rentenrechtliche Anerkennung von sogenannter Sorgearbeit, zum Beispiel in der Pflege von Angehörigen. Seit dem Jahr 2000 sinkt das Rentenniveau. Ausgehend von 53 Prozent soll es bis 2030 auf 43 Prozent des Durchschnittslohns abgesenkt werden – der Sinkflug muss gestoppt werden!

Der DGB Ostbrandenburg fordert ein würdevolles Leben im Alter anlässlich des Internationalen Frauentags. Er fordert ein sofortiges Ende des sinkenden Rentenniveaus und die anschließende Stärkung der gesetzlichen Rente. „Bei der Berechnung der Rente muss Pflegearbeit – die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen ist nach wie vor überwiegend Frauenarbeit -  zukünftig besser berücksichtigt werden, wie auch Zeiten der Arbeitslosigkeit, Aus- und Weiterbildung“ erläutert Regionsgeschäftsführer Sebastian Walter das DGB-Anliegen.

Ebenso müssten die hauptsächlich von Frauen ausgeführten Minijobs, die später zu einer Minirente und damit direkt in die Altersarmut führen, in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt werden, so Walter weiter. Darüber hinaus: „70 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen, deshalb brauchen wir gleiche Stundenlöhne bei Teil- und Vollzeit, Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen und eine dauerhafte Kopplung der Renten an die Lohnentwicklung. Nicht zuletzt führen höhere Löhne zu mehr guter Arbeit!“

Die DGB-Kreis- und Stadtverbände in Ostbrandenburg ehren gewerkschaftlich engagierte Frauen zum Internationalen Frauentag mit Veranstaltungen und Aktionen rund um den 8. März in Eberswalde, Schwedt, Strausberg, Beeskow, Eisenhüttenstadt und Prenzlau. Alle Infos auf der Homepage unter http://www.ostbrandenburg.dgb.de/kreise

 


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