Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 011/2017 - 29.05.2017

Bundesweiter Aktionstag zur Rente am 31. Mai

Bundesweiter DGB-Aktionstag am Mittwoch, 31. Mai, auch in sieben Orten in Ostbrandenburg – mit 5000 Tüten gegen den Renten-Sinkflug

Die DGB-Gewerkschaften wollen den politisch verordneten Renten-Sinkflug stoppen. Deshalb haben sie im Herbst mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 die Kampagne „Rente muss reichen“ gestartet. Mit dem Pendler-Aktionstag am 31. Mai, an dem insgesamt 270 Aktionen in ganz Deutschland durchgeführt werden, erreicht sie ihren nächsten Höhepunkt.

In Ostbrandenburg verteilen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an sieben Orten von frühmorgens bis zum frühen Nachmittag Infopakete an Pendler und Passanten und werben damit für eine starke gesetzliche Rente (Übersicht über alle Bahnhöfe und Orte, an denen Aktionen stattfinden, siehe Tabelle). „Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, auf die man sich verlassen kann“ sagt Regionsgeschäftsführer Sebastian Walter zum Hintergrund der DGB-Rentenkampagne, „und im Wahljahr haben wir alle gemeinsam die Chance, viel zu bewegen. Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die gesetzliche Rente in den nächsten vier Jahren wieder stark zu machen. Jede Stimme zählt!“

Übersicht Bahnhöfe/Orte der Pendleraktion am 31. Mai 2017 in Ostbrandenburg:
   Ort  Zeit
 Kreis Oder-Spree  Eisenhüttenstadt Bahnhof  06.00-08.00 Uhr
 Kreis Oder-Spree  Fürstenwalde Markt  09.00-11.00 Uhr
 Kreis Uckermark  Angermünde Bahnhof  07.00-09.00 Uhr
 Kreis Uckermark  Schwedt, Platz der Befreiung  10.00-12.00 Uhr
 Kreis Barnim  Eberswalde Bahnhof  06.00-08.00 Uhr
 Kreis Märkisch-Oderland  Strausberg Bahnhof  06.00-08.00 Uhr
  Frankfurt (Oder), Brunnenplatz 12.00-14.00 Uhr
  Frankfurt (Oder), Bahnhof 10.00-12.00 Uhr

Hintergrund:

Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen (Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt.

Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2500 Euro wären es zum Beispiel 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent.

Mehr Informationen unter www.rente-muss-reichen.de

Aktuelle Zahlen zu den Renten in der Region finden Sie im DGB-Rentenreport Berlin-Brandenburg 2017.

Bilder vom Aktionstag


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