Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 002/2017 - 08.02.2017
Ausschreibung

Preis für Zivilcourage von Bündnis für Mut und Verständigung

Einreichung von Vorschlägen bis 1. März

Im September 1991 werden mehrere Ausländerwohnheime in Hoyerswerda von Neonazis angegriffen. Dieser erste rassistische Pogrom der Nachkriegszeit war der Auslöser für den DGB, Landesbezirk Berlin-Brandenburg, gemeinsam mit den gesellschaftlichen Kräften in den beiden Bundesländern, das „Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit" (2015 umbenannt in "Bündnis für Mut und Verständigung) zu gründen, „zur Wiederherstellung des inneren Friedens und zur Wahrung der Würde aller Menschen“. Seitdem wirbt das Bündnis durch verschiedene Aktivitäten für mehr Toleranz in der Gesellschaft – so auch mit dem seit 1993 einmal jährlich verliehenen "Band für Mut und Verständigung" an BürgerInnen oder Initiativen, die sich gegen Ausländerfeindlichkeit und für ehrenamtliches Engagement im Bereich der interkulturellen Verständigung stark gemacht haben.
Noch bis zum 1. März 2017 werden dafür Vorschläge entgegengenommen.

„Zahlreiche rassistisch motivierte Angriffe auf Geflüchtete oder auch seit langem in Ostbrandenburg ansässige AusländerInnen im vergangenen Jahr zeigen, wie wichtig der Einsatz gegen Rechts für ein friedliches und solidarisches Miteinander nach wie vor ist“ erklärt Regionsgeschäftsführer beim DGB Ostbrandenburg, Sebastian Walter. „Menschen, die sich diesen Taten entgegenstellen und zivilgesellschaftlich couragiert handeln, verdienen unsere höchste Anerkennung. Für sie wie für alle anderen Kräfte der Vernunft soll das ,Band für Mut und Verständigung’ Dank und Ansporn zum Weitermachen sein.“

Vorschläge können unter www.respekt.dgb.de oder beim DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, Bündnis der Vernunft, Keithstr. 1-3, 10787 Berlin bzw. per E-Mail: mutundverstaendigung@dgb.de eingereicht werden.

Das Band für Mut und Verständigung, unter dessen Mitgliedern der brandenburgische Ministerpräsident und der Berliner Bürgermeister, die Integrationsbeauftragten beider Länder, die Landesverbände der AWO Berlin und Brandenburg und der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg sind, wird 2017 zum 24. Mal verliehen. Aus Ostbrandenburg kam in den Vorjahren jeweils mindestens ein Preisträger, darunter 2014 Michael Kurzwelly für sein grenzüberschreitendes, deutsch-polnisches Projekt zur interkulturellen Annäherung „Slubfurt e.V.“ und Lars Wendland, der im vergangenen Jahr unter anderem für sein Engagement in der Flüchtlingsintegration in seinem Heimatort ausgezeichnet wurde.


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