Deutscher Gewerkschaftsbund

24.05.2018
Sebastian Walter im Interview bei Uckermark-TV

Fachkräftemangel in der Uckermark: Selber schuld?

In der Region Ostbrandenburg und speziell die Uckermark zeichnen sich ein schlechtes Lohngefüge ab.

Wer gut arbeitet, muss auch gut bezahlt werden. Wer arbeitet, soll davon auch leben können; jetzt und in der Rente – ohne aufstockende Leistungen.

Weiterhin sieht der DGB-Regionsgeschäftsführer einen Grund für den Fachkräftemangel in der Qualität und Quantität der Berufsausbildung. Die Unternehmen schaffen es nicht annähernd, für alle Bewerberinnen und Bewerber einen betrieblichen Ausbildungsplatz anzubieten. „ In der Uckermark kommen auf eine Bewerberin oder einen Bewerber statistisch nur 0,5 Ausbildungsplätze.“, macht Sebastian Walter deutlich. „Als ausgeglichener Ausbildungsmarkt gilt nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes ein statistisches Verhältnis von 112,5 Ausbildungsplätzen pro 100 Ausbildungsbewerberinnen und –bewerber.“, fügt Walter hinzu.

Diese Zahlen sind alarmierend. Sie belegen das genaue Gegenteil von dem, was landauf und landab über junge Menschen und den vermeintlichen „Azubi-Mangel“ berichtet wird. Knapp 14 Prozent der Betrieb in Brandenburg bilden tatsächlich aus, da stellt sich zurecht die Frage, ob der Fachkräftemangel also tatsächlich so stark sein kann, wie von den Unternehmen immer gern behauptet wird!

„Junge, gut ausgebildete Menschen, mit guten Ausbildungsbedingungen und –vergütungen, sind die Fachkräfte von morgen.“, sagt Sebastian Walter, DGB-Regionsgeschäftsführer in Ostbrandenburg.


 

Hier geht es zum Bericht des Regionalsenders Uckermark TV in Prenzlau

 


 


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